von Alexandra Borchert | 20. August 2022
Sich an gute, alte Zeiten zu erinnern und davon zu berichten, ist für viele unserer Bewohnerinnen und Bewohner sehr wichtig und gehört zu einem Teil zur Biografiearbeit im Humanas-Alltag. Unser „Blick in den Spiegel“ ist eine wunderbare Gelegenheit, auch unsere Bewohnerinnen und Bewohner einmal mit ganz anderen Augen zu betrachten und sie gleichzeitig ein Stück ihrer Geschichte erzählen zu lassen. Bei Hunderten Wohnpark-Mietern sind das viele interessante und einzigartige Geschichten, wie der Blick in die Vergangenheit von Eberhard Härtel aus dem Wohnpark Darlingerode.
Kurz nachdem Eberhard Härtel in Altenrode im Harz zur Welt kommt, wird der Ortsteil in Darlingerode eingemeindet. Er ist stolz darauf, noch ein echter Altenröder zu sein. Nach einer landwirtschaftlichen Ausbildung bei der Maschinen-Traktoren-Station (MTS) entscheidet sich der junge Mann seine Dienstzeit bei der Volkspolizei-See, der späteren Volksmarine, zu verbringen. Die Uniform steht im gut. Fast drei Jahre ist er auf einem Minenleg- und Räumboot mit 2000 Meter langen Drahtseilen von Sassnitz aus auf der Ostsee unterwegs. Aber es zieht ihn zurück in die Harzer Berglandschaft, wo er seine Begeisterung für Technik bei der Gießerei Rautenbach in Wernigerode ausleben kann.
Im November 2013 schaut sich der ehemalige Sicherheitsingenieur eine Wohnung im neu gebauten Humanas Wohnpark in Darlingerode an. Auch Bärbel Klapproth ist an diesem Tag auf Wohnungssuche und erlebte den heute 78-Jährige als „alten Meckerkopp, der zum Glück in eine Wohnung weiter hinten zieht.“ Kurze Zeit nach ihrem Einzug lernen sich beide aber persönlich kennen und eine neue, wunderbare Zeit im Wohnpark Darlingerode beginnt. Inzwischen leben der Altenröder und Bärbel Klapproth zusammen in einer gemeinsamen Wohnung. Und neben dem Paar sind auch die anderen Bewohnerinnen und Bewohner zu einer wundervollen Gemeinschaft zusammengewachsen. So wird jeder Gast im Wohnpark des alten Altenrode wie selbstverständlich und herzlich eingeladen, wenn die kleine fröhliche Seniorentruppe bei Musik und Kuchen wieder einmal zusammensitzt.
von Alexandra Borchert | 16. Juli 2022
Sich an gute, alte Zeiten zu erinnern und davon zu berichten, ist für viele unserer Bewohnerinnen und Bewohner sehr wichtig und gehört zu einem Teil zur Biografiearbeit im Humanas-Alltag. Unser „Blick in den Spiegel“ ist eine wunderbare Idee, auch unsere Bewohnerinnen und Bewohner einmal mit ganz anderen Augen zu betrachten und sie gleichzeitig ein Stück ihrer Geschichte erzählen zu lassen. Bei Hunderten Wohnpark-Mietern sind das sehr viele interessante und einzigartige Geschichten, wie der Blick in die Vergangenheit von Helga Jobs aus dem Wohnpark Heyrothsberge.
Als Helga Jobs 1940 in Schönwerth geboren wird, zählt der Ort noch mehr als 1.000 Einwohner. Mit der Vertreibung der Deutschen aus der damaligen Tschechoslowakei 1946 sinkt die Einwohnerzahl enorm. Heute heißt Schönwerth Krasna und ist ein Ortsteil der Gemeinde Kraslice und hat etwas mehr als 100 Einwohner.
Das hübsche Mädchen mit den langen, dunklen Zöpfen ist erst sechs Jahre alt, als die Familie gezwungen wird, ihren Heimatort zu verlassen. Bepackt mit dem Nötigsten geht es zunächst zu Fuß in ein Sammellager und dann beginnt die rumpelige Fahrt im Eisenbahnwaggon in Richtung Norden. Was genau da mit ihnen passiert, verstehen die Kinder damals wohl nicht. Aber Angst haben sie keine. Für sie ist das ein Abenteuer.
Überhaupt ist der Rückblick in ihre Vergangenheit für die 82-jährige von positiven Eindrücken geprägt. In Barby bei Schönebeck werden sie sehr freundlich aufgenommen. Das ist nicht selbstverständlich damals. Mitnichten kommen Deutsche zu Deutschen. Die Unterschiede können kaum größer sein und so gibt es auch viel Ärger.
In der Schule, die bereits begonnen hat, findet das Mädchen schnell Anschluss und dann auch neue Freundinnen. Ihren Mann lernt die lebensfrohe junge Frau, die in die Lehre bei einem Herrenschneider geht, beim Tanz im Gasthof „Zum Rautenkranz“ in Barby kennen. Die alte Heimat immer im Kopf, hat Helga Jobs in Sachsen-Anhalt eine neue Heimat gefunden. Angekommen ist sie auch im Wohnpark in Heyrothsberge. Oft sieht man sie in geselliger Runde, ein Lächeln auf dem Gesicht, wenn sie von den schönen Dingen des Lebens erzählt.
von Alexandra Borchert | 3. Juli 2022
Ein wichtiger Bestandteil der Humanas Philosophie ist es, mit der Heimat verbunden zu sein. Aus diesem Grund kooperieren unsere Wohnparks mit Institutionen, engagieren sich aktiv in den Gemeinden und fördern die Teilhabe am öffentlichen Leben. Ein solcher Kontakt verbindet auch den Wohnpark in Ballenstedt und den ortsansässigen Verein „Heimat bewegen“.
Fünf Gehminuten vom Wohnpark in Ballenstedt entfernt, finden wir hinter zauberhaft verwunschenen, alten Mauern den Gemeinschaftsgarten des Vereins „Heimat bewegen“. Seit dem Frühjahr 2021 ist auch der Wohnpark Ballenstedt dabei und unterstützt, soweit es geht. „Mit dem Verein ‚Heimat bewegen’ wollen wir einen Ort schaffen, der uns Raum lässt für Begegnungen, Kreativität, Projekte, Träume, Fähigkeiten und Gewissheiten“, sagt Vereinsmitglied Nicole Müller und trifft damit direkt unsere Vorstellung von guter Gemeindearbeit. „Auf dieser Basis können wir für uns, unsere Familien und vor allem für unsere Kinder und Senioren an einer guten Zukunft bauen.“

Gemeinsam mit dem Verein „Heimat bewegen“ kümmert sich das Team unseres Wohnparks in Ballenstedt um den Gemeinschaftgarten. Foto: Humanas
Im Gemeinschaftsgarten wurden an einem freundlichen Tag voller Sonnenschein von den Kindern der christlichen Gemeinde St. Nicolai gemeinsam mit einigen Seniorinnen und Senioren die Hochbeete mit Kräutern und Erdbeeren bepflanzt. Auch Sträucher mit Beeren sowie kleine Obstbäumchen haben sie gemeinsam eingesetzt. „Voneinander und miteinander Lernen ist einfach wichtig“, so Lore Kaiser, die an drei Tagen in der Woche unsere Tagespflege im Humanas Wohnpark besucht und beim Pflanzen und Angießen tatkräftig zugegriffen hat. Als kleine Aufmerksamkeit hat die fröhliche 81-Jährige eine wunderschöne Gänseblümchenkette von Ingrid, einem Mädchen der christlichen Gemeinde, geschenkt bekommen. „Menschen, die glücklich in ihrer Heimat alt werden können, sind unser Ziel bei Humanas“, sagt Pflegedienstleiterin Sylvia Reuß, die sich auf weitere dieser gemeinsamen Nachmittage freut.
Der sonnige Tag bot auch Gelegenheit, sich über Neuigkeiten der Gemeinde auszutauschen, dem Treiben der jungen Generation zuzuschauen und auf den selbst gestalteten Sitzgelegenheiten den Nachmittag zu genießen. Gemeinsam entstand die Vorstellung von einem Sommernachmittag im Gemeinschaftsgarten mit Kultur und kleinen Leckereien. Sommertheater à la Ballenstedt. Eine großartige Idee, die unbedingt umgesetzt werden wollte und für die, auch ein gemeinsamer Termin gefunden wurde.

Unser Paulo sitzt mit zwei Bewohnerinnen aus dem Wohnpark Ballenstedt beim Sommerfest des Vereins „Heimat bewegen“. Foto: Humanas
Ende Juni war es endlich soweit und Jung und Alt haben sich im Gemeinschaftsgarten des Vereins wiedergetroffen. Als Dankeschön für die fleißige Gartenarbeit gab es für alle helfenden Hände leckeren, frisch gebackenen Kuchen und dazu Limo oder Kaffee. Die Sonne gab alles, aber unter dem zauberhaften Sonnensegel fühlten sich alle gut aufgehoben.
Als Überraschungsgast kam
Carsten Kiehne, ein bekannter Harz-Experte, Autor und Erzähler. Im Gepäck: einige seiner atemberaubend spannenden und wunderschönen Sagen aus dem Harz. Mit Begeisterung erzählte er die Geschichte von Albrecht dem Bär – einem Ballenstedter Grafen – während die Kinder mit offenen Mündern vor ihm am Boden hockten und selbst die Älteren ganz mitgerissen wurden von der ansprechenden Art des bekannten Sagenerzählers. Mit seiner Initiative „Sagenhafter Harz“ setzt sich Carsten Kiehne für den Erhalt von Heimatgeschichte ein.
Ein wunderbarer Sommernachmittag für alle, die dabei sein durften!

Beim Sommerfest des Vereins „Heimat bewegen“ war Geschichtenerzähler Carsten Kiehne (l.) zu Gast. Foto: Humanas
von Alexandra Borchert | 19. Juni 2022
Bodo Dumke lebt im Wohnpark Friedrichsbrunn und ist unser Konditor aus Leidenschaft. Beim Blick in unseren „Spiegel der Vergangenheit“ fällt auf: Selbst die Schokoladenseite des Lebens ist mal hell, mal dunkel.
Als Handwerker arbeiten, Klempner werden oder auf dem Bau schuften ist nichts für den kleinen Bodo. Denn der hat lieber seiner Mutter über die Schulter geschaut, wenn sie Geburtstagstorten gebacken hat. So lernte er ihre Tricks und Kniffe und merkte sich, wie aus Eiern, Zucker, Butter und Mehl süße Kreationen erschaffen werden. Später hat er sich dann selbst die Schürze umgebunden, um eigene Kuchen zu backen und die Vielfalt der Küche zu entdecken.
Als Koch arbeitet er lange Zeit in Thale und serviert den unzähligen Harz-Touristen die unvergessenen kulinarischen Highlights der DDR-Küche. Als ihm eine Krankheit beinahe den Lebensmut und die Freude am Kochen und Backen nimmt, findet er bei Humanas ein neues Zuhause. Es dauert einige Zeit bis das Team in Friedrichsbrunn Bodo erst vor die Tür seines Appartements und dann auch wieder in die Küche des Wohnparks lockt. Die Geselligkeit tut gut und als die Kilos purzeln, kehrt auch die Freude an der Bewegung zurück. Immer häufiger gibt er Tipps in der Küche an die Hauswirtschaft weiter.
So wundert es nicht, dass Bodo wieder regelmäßig in der Küche anzutreffen ist, wenn ein größeres Fest ansteht oder ein runder Geburtstag gefeiert werden soll.
von Alexandra Borchert | 17. März 2022
Das Team vom Humanas Wohnpark Darlingerode ist Teil eines besonderen Pflanzprojekts. Mitarbeitende und Bewohnerinnen sowie Bewohner haben gemeinsam mit Kindern und Eltern der Thomas-Mann-Grundschule unter dem Motto „Nachhaltigkeit für Generationen“ Baumsamen eingepflanzt, die später den Stadtwald Ilsenburg verstärken sollen. Unterstützt wird das Projekt von Landtagsmitglied Alexander Räuscher und der Stadt Ilsenburg, welche durch Bürgermeister Denis Loeffke vertreten wird.
Die Samen für unter anderem die neuen Kastanien, Eichen und Birken wurden direkt am Wohnpark in die Erde gebracht. Und weil sich das Team bei Humanas schon bestens mit Pflege auskennt, kümmert es sich zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohner darum, dass aus den kleinen Baumsamen starke, große Bäume werden. Diese sollen dann in den Stadtwald Ilsenburgs gepflanzt werden. „Wenn unser Projekt gelingt und die Kinder irgendwann die Bäume im Stadtwald sehen, werden sie sagen: Diese Bäume haben wir damals gepflanzt“, sagt Alexander Räuscher (CDU), der gemeinsam mit Ilsenburgs Bürgermeister Denis Loeffke, Martin Grobe vom Elternkuratorium der Grundschule und dem Vorsitzenden des Darlingeröder Heimatvereins Werner Förster den aktuellen Stand der Samen begutachtete. Bei ihrem Besuch brachten die Beteiligten neben einigen Grüßen zum Frauentag auch ein Schild mit zum Humanas Wohnpark, um das Pflanzprojekt auch für Außenstehende sichtbar zu machen.

Im Rahmen des Projektes „Nachhaltigkeit für Generationen“ kümmert sich das Team im Wohnpark Darlingerode um Baumpflanzen und wird dabei u.a. von der Thomas-Mann-Grundschule, Ilsenburgs Bürgermeister Denis Loeffke (2.v.l.), MdL Alexander Räuscher (l.). Foto: Humanas
„Weil uns der Gedanke verbindet, Generationen zusammenzubringen und das Leben zu genießen, legen wir Wert auf diese Zusammenarbeit“, erklärte zudem der örtliche Heimatvereinsvorsitzende Werner Förster, der „Nachhaltigkeit für Generationen“ unterstützt und bereits mehrere Pflanzprojekte auf dem Wohnparkgelände begleitet hat.
Das frühlingshafte Wetter sorgte bei dem Treffen der Verantwortlichen auch für viel Aufsehen im Außenbereich des Wohnparks, wodurch einige Bewohnerinnen und Bewohner zusammen kamen. „Kaffee und Kuchen lassen sich in Gemeinschaft und bei Sonnenschein einfach doppelt genießen“, sagte Bewohnerin Thea Henfler (91) und äußerte zudem ihren persönlichen Wunsch des 104. Geburtstags, den sie im Humanas Wohnpark Darlingerode feiern möchte. Spätestens dann sollten aus den kleinen Baumsamen schon standhafte Bäume gewachsen sein.